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Auschwitz und kein Ende (2000)
 

Autoren: Wolfgang Schoen und Holger Hillesheim

Auschwitz und kein Ende (2000)
Soeben haben sich die Westdeutschen im Wirtschaftswunder eingerichtet, da holt Auschwitz sie ein - durch zwei Prozesse: 1961 steht Adolf Eichmann in Israel vor Gericht. Ein Jahr später beginnt der Frankfurter Auschwitz-Prozess. Gerade ist das Erstlingsstück des 32-jährigen Rolf Hochhuth uraufgeführt worden: „Der Stellvertreter“. Der Papst habe zu den massenhaften Judenmorden im Dritten Reich geschwiegen. Der Skandal ist perfekt - ein deutsches Theaterstück löst eine um die ganze Welt gehende Diskussion aus: Was ist eine Moral wert, die sich einem vermeintlichen Realitätsprinzip beugt? Das Theater reagiert auf die Prozesse mit neuen Formen: Peter Weiss' dokumentarisches Stück „Die Ermittlung“ wird zum Politikum: Die Rezeption dieses Stückes zeichnet die Fronten des Kalten Krieges nach. Die Studentenbewegung trägt die Frage nach der deutschen Schuld auf die Straße. Der Krieg der USA in Vietnam und dessen Billigung durch die öffentliche Meinung in der Bundesrepublik erregt einen außerparlamentarischen Protest, der sich auf Auschwitz beruft. So werden die sechziger Jahre zum Jahrzehnt der Schärfung des politischen Gewissens der Deutschen.




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