Horst-Eberhard Richter (2007)
 Psychoanalytiker

Autoren: Wolfgang Schoen und Torsten Halsey

Horst-Eberhard Richter (2007)

Horst-Eberhard Richter, Arzt, Sozialphilosoph.

In unserem Film portraitieren wir den populärsten Psychoanalytiker, den Deutschland hat. Richter beschäftigt, wie die Menschen den inneren Frieden erlangen können - und den Weltfrieden. Drunter macht er’s nicht. Vor allem die atomare Bedrohung macht Richter Angst. Mit der Vereinigung „Ärzte gegen den Atomkrieg“ erhielt er 1985 den Friedensnobelpreis. Immer ist er auf der Seite der Opfer. Auch im Golfkrieg Anfang der 90er Jahre.Auf dem so genannten „heißen Stuhl“ im Fernsehen stellte er sich den Befürwortern des Krieges gegen Saddam Hussein.

Angekommen im 21. Jahrhundert ist es um ihn stiller geworden – dochHorst Eberhard Richter stemmt sich immer noch dem Zeitgeist entgegen. Etwa 200 wissenschaftliche Abhandlungen und 25 Bücher hat er geschrieben. Jetzt hat er sich noch einmal aufgebäumt und über „Die Krise der Männlichkeit“ geschrieben. Richter analysiert darin, wie die Frauen in der modernen Gesellschaft immer mehr in die Männerrolle schlüpfen. Dabei bleibe laut Richter die Menschlichkeit auf der Strecke. Mit fatalen Folgen.

Horst Eberhard Richters Bücher sind flammende Plädoyers: Gegen Krieg, Hass und Gewalt und für eine bessere und menschlichere Welt. Im Laufe der Jahre sind seine Bücher immer persönlicher geworden. Er nennt das „Selbstanalyse durch Schreiben“. Seine Werke sind vor allem aus der eigenen Biographie heraus zu verstehen.

Horst Eberhard Richter: Von den Neurosen des Einzelnen, über die Familie zur Gruppe ist er immer weiter in die Gesellschaft vorgedrungen. Er will mit seinem Werk die Welt umarmen, um sie zu retten. Dass das geht, daran glaubt er unerschütterlich.





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