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Frankreichs fremde Patrioten (2006)
 Deutsche in der Résistance

Autoren: Frank Gutermuth und Wolfgang Schoen

Frankreichs fremde Patrioten (2006)
Rund dreitausend Deutsche kämpften in der französischen Résistance – eine Tatsache, die in Deutschland und selbst in Frankreich bis heute weithin unbekannt geblieben ist. Auch bekannt als „Frankreichs fremde Patrioten“, waren sie nicht nur Kämpfer gegen den gemeinsamen Feind, den Nationalsozialismus. Sie waren vor allem Vorkämpfer der deutsch-französischen Freundschaft.

Als Juden, Kommunisten und Andersdenkende passten sie nicht in das „rassisch-ideologische“ Bild der Nazis, mussten aus ihrer Heimat fliehen. Andere kamen als Wehrmachtssoldaten. Ihre Ablehnung gegen die menschenverachtende deutsche Besatzungspolitik mündete in der Verbrüderung mit der Résistance. Nicht wenige der Verfolgten haben sich im Nachbarland nach der erzwungenen Emigration niedergelassen, sind nach dem Krieg in Frankreich geblieben. Die meisten allerdings sind in das Land ihrer Verfolger zurückgekehrt mit dem Ziel, ein neues, gerechtes Deutschland aufbauen.
Nach dem Krieg wurde ihre Parteinahme für die Franzosen kaum gewürdigt. Im Gegenteil, für viele Deutsche waren die deutschen Résistancekämpfer „Vaterlandsverräter“ und sind es bis zum heutigen Tag geblieben. Auch in der DDR waren die ehemaligen Widerstandskämpfer während des Kalten Krieges zuweilen verdächtig, denn in der Résistance kam es zur Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten.

Zum ersten Mal kommen in einem Dokumentarfilm jene Deutschen zu Wort, die in der französischen Résistance gegen die Nazi-Besatzer aus ihrem „Vaterland“ gekämpft haben: Peter Gingold, Kurt Hälker, Hans Heisel, Gerhard Leo und Henriette Dreifuss. Die Biographien der letzten noch lebenden deutschen Teilnehmer des französischen Befreiungskampfes sind spannende und zugleich erschütternde Zeugnisse einer menschenverachtenden Epoche. In unserem Film beschreiben sie ihre Beweggründe, in der französischen Résistance gegen eigene Landsleute gekämpft zu haben. Für alle fünf ein zwiespältiges Unterfangen. Sie berichten von der Flucht aus Deutschland, erzählen eindringlich von ihrer Scham, von den Gräueltaten, die von Deutschen begangen wurden und von ihrem Kampf für Menschlichkeit und Freiheit.




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