Sohn des Opfers – Sohn des Täters (2005)
 Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Autor: Wolfgang Schoen

Sohn des Opfers – Sohn des Täters (2005)
Es ist die Geschichte einer Freundschaft, die es eigentlich nicht geben kann. Die Geschichte zweier Männer, deren Biographie auf tragische Weise verbunden ist.
Es ist die Geschichte von Frank Reiss, in Berlin geboren, Sohn jüdischer Eltern. 1938 fliehen sie, in die falsche Richtung, nach Österreich, nach dem „Anschluss“ in die Slowakei. Die Eltern werden in Konzentrationslagern der Nazis ermordet, Frank wird nach Theresienstadt deportiert, überlebt das KZ.

Es ist die Geschichte von Roman Mach, Sohn eines verurteilten Nazitäters. Romans Vater, slowakischer Innenminister, hat mit seiner Unterschrift den Tod von Franks Eltern und weiterer 70.000 Juden besiegelt.
Als die beiden Jungen sich 1947 in der Schule kennen lernen, ahnen sie noch nichts von der schicksalhaften Dimension ihrer Freundschaft.

Frank Reiss selbst beschreibt im Film seine ungewöhnliche Beziehung zu Roman. Roman Mach und seine Schwester haben sich nach jahrzehntelangem Schweigen überwunden, über den Vater, den Nazitäter Alexander „Sano“ Mach, Rede und Antwort zu stehen.

Der Film schildert die Freundschaft anhand einer gemeinsamen Reise durch die Biographie der beiden Freunde, vor dem Hintergrund der weitgehend unbekannten Geschichte der unsäglichen Koalition zwischen dem Deutschen Reich und der Slowakei. Wir begleiten die beiden Weggefährten auf ihrer Reise nach Majdanek, dem Vernichtungslager, in dem Franks Vater an seinem 40. Geburtstag ermordet wurde. Für Roman eine Reise zu dem Ort, der für immer mit dem Namen des Vaters verbunden ist. Wir erzählen die ungewöhnliche Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft, die durch die fürchterlichen Wirren des Zweiten Weltkrieges entstanden ist und bis heute besteht.




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