St. Marie de Campan ... (2002)
 ... und die 21 Sekunden Tour de France

Autoren: Wolfgang Schoen und Günter Moritz

St. Marie de Campan ... (2002)
St. Marie de Campan liegt an einem der berühmtesten Berge der Radsport-Welt, dem Col de Tourmalet. Jedes Jahr, wenn die Tour de France in die Pyrenäen kommt - und das seit 1910 - ist der winzige Flecken und seine 150 Einwohner für einen Wimpernschlag im Fokus der Weltöffentlichkeit - auf den TV-Schirmen bei Radsportfans rund um den Erdball, rd. 25 Sekunden lang.
25 Sekunden - solange dauert die Durchfahrt der Spitzengruppe durch St. Marie. Und für diese 25 Sekunden haben sie sich im Dorf schon Wochen vorher ins Zeug gelegt.

Sportlich gesehen wurden bei der schweren Pyrenäen-Etappe in St. Marie, am 16-km-Aufstieg zum Tourmalet, die Grundsteine für die späteren Sieger in Paris gelegt. Fausto Copi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Richard Virenque oder Lance Armstrong und Jan Ullrich gaben dem kleinen Ort schon die Ehre, wie gesagt - für 25 Sekunden. Nicht ganz so sportlich trennen sich in der kleinen Gemeinde seit jeher Tour-Befürworter und Tour-Gegner. Und seit massiv gedopt wird beim großen Klassiker, sind die beiden Lager unversöhnlicher denn je. Für die einen sind die 25 Sekunden das “größte Ereignis des Jahres" – für die anderen schlicht eine “Heimsuchung".




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